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PROJEKT

VGP Polierverfahren

Neues Maschinen-Konzept zur Politur großer Hochleistungsoptiken

Das VGP-Verfahren (Vertikales Gravitations Polieren) ist ein neu entwickeltes Polierverfahren zur automatisierten Bearbeitung großer optischer Bauteile. Es erweitert das bekannte Prinzip des Kugelstiftpolierens um eine Käfigführung: Die Linse wird spannungsfrei über einen Käfig geführt und ausschließlich durch ihre Eigengewichtskraft auf das Werkzeug gedrückt. Die Rückseite der Linse bleibt dabei vollständig zugänglich und erlaubt eine gezielte Manipulation der Form über lokal aufgebrachten Zusatzdruck. Durch diese offene Kinematik entstehen neue Freiheitsgrade, die eine präzise Steuerung des Materialabtrags über die gesamte Fläche ermöglichen. Das Verfahren arbeitet mit unterschiedlichsten Suspensionen und ist auf Bauteile bis 300 mm Durchmesser ausgelegt — skalierbar bis zu einem theoretischen Durchmesser von 2 m. Mehrere Patente schützen sowohl die Maschinenkinematik als auch die Verfahren zur Druckaufbringung über die offene Rückseite.

< 10nm RMS

Genauigkeit

< 10nm RMS

Genauigkeit

< 10nm RMS

Genauigkeit

< 10nm RMS

Genauigkeit

Herausforderung

Die Fertigung großer Optiken steht unter wachsendem Druck: steigende Stückzahlen, höhere Genauigkeitsanforderungen und knappe Fertigungstoleranzen treffen auf einen zunehmenden Mangel an erfahrenen Fachkräften. Klassische Polierverfahren für große Durchmesser sind stark manuell geprägt und damit nur eingeschränkt automatisierbar. Das begrenzt sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Reproduzierbarkeit — und macht die Skalierung der Produktion zunehmend schwierig.

Lösung

Das VGP-Verfahren adressiert diese Herausforderungen durch eine grundlegend neue Maschinenkinematik. Die spannungsfreie Käfigführung und der Zugang zur Linsenrückseite eröffnen Eingriffsmöglichkeiten, die mit bisherigen Systemen nicht möglich waren: Formabweichungen lassen sich gezielt und lokal korrigieren, der Prozess ist vollständig automatisierbar und wiederholgenau. Damit sinkt die Abhängigkeit von spezialisiertem Fachpersonal, während Genauigkeit und Durchsatz steigen.

Vorteile

  • Automatisierbar: Reproduzierbare Prozesse statt manueller Politur — unabhängig von der Verfügbarkeit spezialisierter Fachkräfte.
  • Skalierbar bis 1 m Durchmesser: Ein Verfahren für das komplette Spektrum von Präzisionsoptik bis Großoptik.
  • Gezielte Formkorrektur: Lokale Druckaufbringung über die offene Rückseite ermöglicht Genauigkeiten, die mit klassischen Verfahren nicht erreichbar sind.
  • Flexibel einsetzbar: Kompatibel mit unterschiedlichsten Suspensionen — anpassbar an Material und Anforderung.
  • Patentgeschützt: Mehrere Patente auf Kinematik und Druckaufbringung sichern den technologischen Vorsprung.

Einblicke

Projektbilder