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PROJEKT

VGP Polierverfahren

Neues Maschinen-Konzept zur Politur großer Hochleistungsoptiken

Das VGP-Verfahren (Vertikales Gravitations Polieren) ist ein neu entwickeltes Polierverfahren zur automatisierten Bearbeitung großer optischer Bauteile. Es erweitert das bekannte Prinzip des Membranpolierens um eine Käfigführung: Die Linse wird spannungsfrei über einen Käfig geführt und nur durch ihre Eigengewichtskraft auf das Werkzeug gedrückt. Die Rückseite der Linse bleibt dabei vollständig zugänglich und erlaubt eine gezielte Manipulation der Form über lokal aufgebrachten Zusatzdruck. Durch diese offene Kinematik entstehen neue Freiheitsgrade, die eine präzise Steuerung des Materialabtrags über die gesamte Fläche ermöglichen. Das Verfahren arbeitet mit unterschiedlichsten Suspensionen und ist auf Bauteile bis 300 mm Durchmesser ausgelegt — skalierbar bis zu einem theoretischen Durchmesser von 1,5 m. Mehrere Patente schützen sowohl die Maschinenkinematik als auch die Verfahren zur Druckaufbringung über die offene Rückseite.

< 30 nm PV

Genauigkeit

50 – 300 mm

Durchmesser

Quarz, BK 7, Silizium Carbid etc.

Materialien

< 0,5 nm RMS

Rauigkeit

01 AUSGANGSLAGE

Herausforderung

Die Fertigung großer Optiken steht unter wachsendem Druck: steigende Stückzahlen, höhere Genauigkeitsanforderungen und knappe Fertigungstoleranzen treffen auf einen zunehmenden Mangel an erfahrenen Fachkräften. Klassische Polierverfahren für große Durchmesser sind stark manuell geprägt und damit nur eingeschränkt automatisierbar. Das begrenzt sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Reproduzierbarkeit — und macht die Skalierung der Produktion zunehmend schwierig.

02 UNSER ANSATZ

Lösung

Das VGP-Verfahren adressiert diese Herausforderungen durch eine grundlegend neue Maschinenkinematik. Die spannungsfreie Käfigführung und der Zugang zur Linsenrückseite eröffnen Eingriffsmöglichkeiten, die mit bisherigen Systemen nicht möglich waren: Formabweichungen lassen sich gezielt und lokal korrigieren, der Prozess ist vollständig automatisierbar und wiederholgenau. Damit sinkt die Abhängigkeit von spezialisiertem Fachpersonal, während Genauigkeit und Durchsatz steigen.

03 MEHRWERT

Vorteile

Automatisierbar: Reproduzierbare Prozesse statt manueller Politur — unabhängig von der Verfügbarkeit spezialisierter Fachkräfte.
Skalierbar bis 1 m Durchmesser: Ein Verfahren für das komplette Spektrum von Präzisionsoptik bis Großoptik.
Gezielte Formkorrektur: Lokale Druckaufbringung über die offene Rückseite ermöglicht Genauigkeiten, die mit klassischen Verfahren nicht erreichbar sind.
Flexibel einsetzbar: Kompatibel mit unterschiedlichsten Suspensionen — anpassbar an Material und Anforderung.
Patentgeschützt: Mehrere Patente auf Kinematik und Druckaufbringung sichern den technologischen Vorsprung.
Auch zum Läppen geeignet: Durch den Einsatz von Diamantsuspension kann die gleiche Maschinenkinematik auch zum Läppen genutzt werden. Erstmals ist es damit möglich auch den Läpprozess zu automatisieren.
04 Einblicke

Projektbilder und Videos

Messergebnis
Messergebnis: Oberflächenrauheit nach VGP Politur
Messergebnis
Messergebnis: Interferenzbild nach VGP Politur
Messergebnis
Simulationsergebnis: Finale Oberflächenqualität nach IBF Bearbeitung
Läppen einer Linse mit Diamantsuspension – gleiche Kinematik wie im Polierprozess.
Läppen einer Linse mit Diamantsuspension und zusätzlich aufgebrachtem Gewicht.
Messergebnis nach Läpprozess
Polieren einer Linse mit Pech und neuem PRECESS Verfahren.
Polieren einer Linse mit Pech und neuem PRECESS Verfahren und zusätzlich aufgebrachtem Gewicht.